Der Bus war fast voll, als die Schützen der FSG mit einigen Gästen am Freitag, den 03. Oktober pünktlich um 8.00 Uhr Richtung Großarl starteten. Für das Wochenende war Regen angesagt trotzdem kam die Sonne immer mehr zum Vorschein. Obwohl im Monat Oktober unser Kassier Karl Weidenbeck kein Wirt wäre, sorgte er dafür, dass das Warsteiner schon kurz nach der Abfahrt auch in den hinteren Teil des Busses gelangte. Kilometergeld bekam er nicht und ob er am Umsatz beteiligt war, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Gegen Mittag lachte die Sonne, was uns aber nicht viel half, da wir im Stau ca. 2 Stunden verloren. Unser Mittagessen war im Bergrestaurant Mooserboden am gleichnamigen Stausee auf 2.040 m vorgesehen. Vorbei am Kitzsteinhorn ging es durch das Kapruner Tal zum Kesselfall Alpenhaus. Von dort ging es mit besonderen Bussen durch in Fels gehauene Tunnels zum Lärchwand Schrägaufzug. Dies ist Europas größter, offener Schrägaufzug mit dem auch die Busse für die nächste Etappe transportiert wurden. In 5 Minuten werden auf einer Streckenlänge von 820 Metern 431 Höhenmeter überwunden. Vorbei am Wasserfallboden Stausee bringt uns ein weiterer Bus nochmals 368 Meter höher zum Stausee Mooserboden.
Leider begann es aber während der Mahlzeit zu regnen und aus der Besichtigung des Staudammes und der näheren Umgebung wurde nichts. Nur ein kurzer Blick von der Staumauer und ein paar (verregnete) Fotos, dann ging`s wieder zurück ins Tal. Trotz des Regens, der aber leichter wurde, fuhren wir noch zum Wildpark Ferleiten. Mit Kaffee von unserer Reiseleiterin Helga Wiesenbauer verwöhnt, dauerte die Fahrt nicht lange. Die heimische Tierwelt der Alpen von Murmeltieren angefangen, über Rotwild, Steinwild, Wölfe, Wildschweine, Bisons und Luchse bis hin zu Braunbären kann man hier alle aus nächster Nähe beobachten und fotografieren. Auch die letzte Etappe zu unserem Hotel in Großarl war nicht mehr weit. Vom Lenz, dem Chef des Johannishofes wurden wir begrüßt und nahmen die Zimmerschlüssel entgegen. Etwas Frischmachen und dann gab´s auch schon das Abendessen: ein 4 Gänge Menü das keine Wünsche offen lies. Das am ersten Abend noch alle fit waren, zeigte sich als unser Busfahrer Albert seine Quetschen holte und die Stimmung noch weiter anheizte. Sofort fanden sich zwei weitere ein (Schmid Toni und Alfred), die den Albert mit Gesang und weiteren Instrumenten (Löffel und selbstgebaute Holzratsche) unterstützten. So kam es, dass die letzten erst um 2.00 Uhr ins Bett kamen.
Am Samstag um 8 Uhr war aber dann, zu unserem erstaunen, der letzte vom Vorabend auch der erste am Frühstücksbuffett. Der Schmid Toni lässt sich halt nicht unterkriegen.
Trotz Nieselregens brachen wir um 9.30 Uhr zur Wanderung auf. Die ersten Höhenmeter noch mit dem Bus, ging es dann zu Fuß weiter. Obwohl wir eigentlich den ganzen Tag mit Regen gerechnet hatten, klarte es mit jedem Höhenmeter mehr und mehr auf. Unser Ziel war die Maurachalmhütte, die nördlichste bewirtschaftete Hütte des Arler Tales in 1620 Meter Höhe gelegen. Dort angekommen schien die Sonne und die verschwitzte Regenkleidung konnte getrocknet werden. Da die Hütte extra wegen der Hengersberger Schützen noch geöffnet hatte, ging es auch mit der Bewirtung sehr schnell. Bretteljausen, Bier und Schnaps, die Sonne auf den Pelz scheinen lassen, so kann der Tag auf der Alm nicht lange genug dauern. Da auf den Hütten immer diverse Instrumente liegen, schnappte sich Franz Singer sofort die Zither und gab sein Bestes. Auch der Wirt selbst trug zur musikalischen Unterhaltung bei. Um 15.00 Uhr hieß es dann wieder ab ins Tal (Almabtrieb). Dieser dauerte nicht mehr so lange als der Aufstieg. Dafür sorgte auch der wieder leicht einsetzende Regen.
Überschattet wurde der Rückmarsch durch einen Sturz einer unserer Gäste, der sich dabei einen Kieferbruch zuzog und wie wir später aus dem Krankenhaus erfuhren dort operiert wurde und somit nicht mit uns die Heimreise antreten konnte.
Zurück im Hotel war vor dem Abendessen noch Wellness angesagt. Das heißt, die Sauna, das Hallenbad und der Whirlpool wurden von einigen von uns unsicher gemacht. Verwöhnt wurden wir dann auch noch beim Abendessen, wieder mit einem 4 Gänge Menü. Anschließend war wieder gemütlicher Vereinsabend angesagt. Diesmal wurde von Albert sogar seine Anlage aufgebaut. Mit Country- und Bayerischer Musik immer wieder durch Witze aufgelockert, verging die Zeit sehr schnell. Leider machte sich aber die Wanderung, die Sauna und das Baden, sowie die letzte Nacht bemerkbar. Der Abend sollte nicht mehr so lange dauern wie am Tag davor. Diese Nacht hat wohl jeder seine Ruhe gefunden.......
Der erste Blick am Sonntag aus dem Fenster – Regen. Somit war klar, dass das geplante Programm (die Besichtigung der Erlebnisburg Hohenwerfen mit mittelalterlichem Treiben) nicht stattfinden konnte. Während dem reichhaltigen Frühstück stellte der Schriftführer Bernhard Leiß fest, dass der Vereinsausflug nicht nur Vergnügen ist, sondern auch eine Bildungsfahrt. Vom 2. Schützenmeister Johann Wiesenbauer wurde er belehrt, dass ein Frühstücksei nicht von der spitzen Seite aufgemacht wird, sondern am anderen Ende. Eingeschüchtert und nach anfänglichem überlegen ob man sich in einem 4* Hotel etwa falsch benommen hatte wurden die Tischnachbarn dazu befragt, mit dem Resultat: der Hans machte die letzten 40 Jahre irgend etwas falsch.
Um 9.30 Uhr starteten wir pünktlich, sehr zur Freude unseres Ehrenschützenmeisters Josef Meindl, Richtung Heimat. Wegen des noch immer anhaltenden Regens wurde beschlossen, anstelle des ausgefallenen Programms einen längeren Mittagsstop im Kornröderstadl in Hartkirchen einzulegen. Während der Fahrt hörten wir Michael Saller, der lautstark schimpfte, dass angeblich der Bus undicht ist und er eine nasse Hose bekommt. Von den vorderen Plätzen sah man zwar den aufgespannten Schirm, aber wir wussten nicht, ob es tatsächlich reinregnete oder ob er nur sein Bier verschüttet hat. Ansonst verlief die Fahrt wieder unproblematisch, d.h. der Karl wollte die Restbestände des Warsteiners an den Mann bringen. Nur beim letzten Gang in den hinteren Bereich des Busses kam er mit vollen Flaschen zurück. Alles in allem wieder ein gelungener Vereinsausflug, der von unserer Helga hervorragend organisiert wurde................